Er muss es wissen: Die Netflix-Favoriten von Ted Sarandos im kommenden Jahr

"Altered Carbon- Das Unsterblichkeitsprogramm" Foto: Netflix

So etwas richtig Neues und interessantes hatte er nicht zu verkünden- dafür war es vielleicht auch nicht der richtige Platz. Ted Sarandos, der Herr der Inhalte auf Netflix, hielt in der letzten Woche die Keynote zur jährlichen UBS Global Media and Communications Conference in New York. Die UBS ist einer der weltweit größten Vermögensverwalter und da muss man vorsichtig formulieren.

Aber das war dann doch interessant: Danach gefragt, auf welche fünf Netflix-Originale sich seiner Meinung nach die Abonnenten im kommenden Jahr am meisten freuen können, nannte Sarandos hauptsächlich Science Fiction-Filme und -Serien. Was zumindest schon einmal ein Hinweis darauf ist, dass der "Chief Content Officer" des Streaming-Giganten sich sehr intensiv mit der Zukunft beschäftigt.

Hier die fünf Favoriten für 2018 vom Mann, der es wissen muss:

Der erste Programm-Tipp startet sogar noch in diesem Jahr. "Bright" mit Will Smith ist mit einem Budget in Höhe von (Achtung, Gerücht) 90 Millionen Dollar mehr als nur ein weiterer Netflix-Spielfilm. Bei Kosten in dieser Höhe und dem "Men in Black" in der Hauptrolle spielt man schon fast in der Region der großen SciFi-Blockbuster (zum Vergleich: Für Ridley Scotts Alien: Covenant waren 111 Millionen fällig) und steht damit unter entsprechend hohem Erfolgsdruck. Die Geschichte aus einer alternativen Gegenwart, in der Menschen, Orks, Elfen und Feen seit jeher zusammen die Welt bevölkern, muss einfach ein großer Abruf-Erfolg werden- denn in die Kinos kommt der Film als "Netflix Original" ja gar nicht erst.

Als zweites Projekt nannte Ted Sarandos eine Serie, die wohl von vielen spätestens seit dem ersten Teaser-Trailer mit Spannung erwartet wird: "Altered Carbon". In Deutschland bekommt sie die Titel-Ergänzung "Das Unsterblichkeitsprogramm" und sie basiert auf dem gleichnamigen Werk von Richard K. Morgan aus dem Jahr 2002. "Cyberpunk" nennt man solche Zukunftswelten a'la "Blade Runner", die sich durch die Kombination von weit fortgeschrittener Technik und eher schwierigen Lebensumständen auszeichnen. "Altered Carbon" spielt über 300 Jahre in der Zukunft, technische Innovationen haben die Gesellschaft inzwischen revolutioniert. Das Bewusstsein der Menschen kann digitalisiert werden, menschliche Körper sind untereinander transferierbar und der Tod ist kein Dauerzustand mehr.

"Lost in Space", die Familie Robinson auf Irrfahrt durchs Weltall, ist eine Kult-Fernsehserie von CBS aus den 60er Jahren, die bei uns auch unter ihrem deutschen Titel "Verschollen zwischen fremden Welten" schlicht und einfach noch viel zu unbekannt ist. Ein paar mehr kennen die Spielfilm-Version von 1998, schon oft wurde ein "Reboot" geplant und Netflix macht es nun einfach. So etwa im Mai nächsten Jahres landen zehn Folgen der ersten Staffel im Programm.

Ein Favorit von Ted Sarandos spielt nicht in der Zukunft. Dafür geht "La La Land"-Emma Stone für Netflix in "Maniac" sogar in die Psychoklinik. Kein geringerer als Cary Fukunaga ("True Detective") führt Regie beim Remake des gleichnamigen norwegischen Originals. Es geht um zwei Patienten, die ihrem Alltag hinter verschlossenen Türen in Fantasiewelten entfliehen und es soll ziemlich schwarzer Humor drin enthalten sein.

Der letzte Tipp führt uns nun sogar schon ins Jahr 2019. Jim Henson ist als Macher der Muppet-Show eine Legende- aber leider auch schon fast 30 Jahre tot. Zu seinem großen Erbe gehört der Film "Der dunkle Kristall" aus dem Jahr 1982, zu dem Netflix jetzt ein Prequel in Serie dreht. "Der dunkle Kristall: Ära des Widerstands" soll das dann heißen und die Jim Henson Company produziert. "Netflix lässt den Kreationen meines Vaters sowie deren begeisterten Fans weltweit den gebührenden Respekt zukommen", so Lisa Henson als deren CEO. "Somit ist Netflix der ideale Partner, um sowohl für bestehende Fans, die seit Langem auf neue Abenteuer in dieser Welt warten, als auch für neue Fans dieses neue epische Kapitel von 'Der dunkle Kristall' zu erschaffen."

Das klingt doch alles recht vielversprechend und zumindest nach einer Menge Spaß.

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